Demokratiewerkstatt

Die Demokratiewerkstatt am Tönsberg wird im Rahmen der Demokratiewerkstätten im Quartier der Landeszentrale für politische Bildung in NRW gefördert.

Mit ihrem Angebot an aufsuchender politischen Bildung spricht die Demokratiewerkstatt in Oerlinghausen Menschen mit einheimischer und mehrheimischer Biografie in der Region Ostwestfalen-Lippe (OWL) an, um sie miteinander ins Gespräch und den Austausch zu bringen.

In Zusammenarbeit mit Initiativen, Organisationen, Partnern und Ehrenamtlichen vor Ort macht die Demokratiewerkstatt ein niederschwelliges Angebot im Wege verschiedener Begegnungsformaten, Informationsveranstaltungen, Fortbildungsseminaren und Lernmodulen, die zur Partizipation und Teilhabe anregen sollen. Dabei soll das ehrenamtliche Interesse und zivilgesellschaftliche Potenzial aktiviert und zugleich wichtige Aspekte unserer freiheitlichen-demokratischen Grundordnung vermittelt werden. Ein wichtiger Fokus bei allen aufsuchenden Aktivitäten der Demokratiewerkstatt in der Region OWL ist die Vernetzung und der Erfahrungsaustausch der Zielgruppe und zugleich immer auch die Stärkung der Medienkompetenz und die Hilfestellung im Umgang mit der Nachrichtenflut und Informationsdichte unserer Zeit.

Dabei arbeitet die Akademie am Tönsberg an einem migrationssensiblen Konzept, um insbesondere Menschen mit bewegten Biografien und ganz unterschiedlichen System- und Demokratieerfahrungen in den Dialog zu bringen.

Die Akademie am Tönsberg kann auf reiche Erfahrungen in der Arbeit beim Empowerment und der Stärkung der Bürgerschaftskompetenzen von Menschen mit mehrheimischen Biografien aufbauen. So wird beispielsweise das Projekt der „Demokratielotsen“ im Rahmen der Demokratiewerkstatt vertieft und erweitert.

Im Rahmen der Demokratiewerkstatt wird eine Sozialraumanalyse weitere Einblicke in die Vielschichtigkeit und die Bedarfe der Zielgruppe(n) bringen. Hier wird Dr. Felix Riefer in Kooperation mit Prof. Dr. Ursula Boos-Nünning und Dietmar Schulmeister in einem ersten Schritt einen aktualisierten Überblick über die Vereinsstrukturen der heterogenen Großgruppe der russischsprachigen Migrant*innen bzw. der Aussiedler*innen aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion mit dem Fokus auf Nordrhein-Westfalen in Form einer Erhebung erarbeiten. Dabei stehen die Bedarfe und Bedürfnisse der Vereine und Gruppierungen im Hinblick auf eine zukunftsträchtige politische Bildung im Vordergrund.

In einem zweiten Schritt wird eine allgemeiner Sozialraumanalyse für die Region Ostwestfalen-Lippe (OWL) erstellt und dabei alle unterschiedlichen Migrationsgruppe in den Blick genommen. Daraus abgeleitet werden passgenaue Angebote der aufsuchenden politischen Bildung, um Menschen mit unterschiedlichen Biografien und Systemerfahrungen in ihrem zivilgesellschaftlichen und bürgerlichen Engagement zu unterstützen und dabei ihre Lebenswirklichkeiten und Generationenlage im Blick zu behalten.

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