Geschichte – Spuren – Erinnerungen

Kriegsgefangenschaft und Zwangsarbeit in Ostwestfalen-Lippe.

Wie kann und wird die Geschichte der Kriegsgefangenen und Zwangsarbeiter in Ostwestfalen-Lippe aufgearbeitet? Wie wird sichergestellt, dass die Spuren der NS-Verbrechen nicht verwischen und verschwinden? Und wie können Menschen mit Zuwanderungsgeschichte am Diskurs beteiligt werden? Diese Fragen thematisiert dieses Projekt. Es adressiert zwei Orte der NS-Zeit und deren Geschichte von Inhaftierung, Zwangsarbeit, Ausbeutung, Massensterben und Ermordung in Ostwestfalen-Lippe: Das seinerzeit größte Kriegsgefangenenlager Stalag 326, das meist sowjetische Kriegsgefangene durchliefen, sowie die Wewelsburg als Versammlungsort der höheren SS-Führung und das zugehörige Konzentrationslager.

Hierzu möchten wir Menschen unterschiedlicher Herkunft in Erinnerungsarbeit einbinden und sie befähigen sich mit ihren persönlichen Perspektiven einzubringen. Als Teilnehmende werden generationsübergreifend alle Interessierten, insbesondere Menschen mit Migrationserfahrung angesprochen, darunter auch Zeitzeug*innen bzw. Menschen der Erlebnisgeneration aus Osteuropa, die durch Zuwanderung die Region mitprägen. Somit setzt das Projekt Impulse für einen diversitätssensiblen Umgang mit der Aufarbeitung der NS-Zeit.

Die Online-Ausstellung des Projektes „Geschichte. Spuren. Erinnerungen.“ finden Sie hier.

Ziele des Projektes

  • Vermittlung von Wissen zur NS-Geschichte in Ostwestfalen-Lippe mit Fokus auf Zwangsarbeit und Kriegsgefangenschaft.
  • Historisch-politischer Austausch mit Menschen unterschiedlicher Generationen und Herkünfte.
  • Aktive Einbindung von Menschen mit eigener Migrationsbiographie, insbesondere aus Osteuropa.
  • Reflexion über das Verdrängen und das Erinnern und die Frage, wie Geschichte präsent bleibt.
  • Konzeption und Umsetzung einer eigenen Ausstellung zu Workshop- und Projektergebnissen sowie Podiumsdiskussion zur Förderung einer lokalen Erinnerungskultur in Ostwestfalen-Lippe.

Module des Projektes

In drei mehrtägigen Workshops nähern wir uns der Geschichte, dem Erinnern und der Sichtbarmachung von NS-Verbrechen vor Ort

  • Workshop 1 „Geschichte verstehen – Geschichte verarbeiten
    Historische Annäherung an die NS-Zeit in Ostwestfalen-Lippe.
  • Workshop 2 „Spuren suchen – Spuren finden
    Lokalisierung und Auseinandersetzung mit Schicksalen sowjetischer Kriegsgefangener und der Geschichte ihrer Zwangsarbeit in Ostwestfalen-Lippe.
  • Workshop 3 „Erinnerungen sammeln – Erinnerungen zeigen
    Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Geschichtsdiskursen und den Möglichkeiten des gemeinsamen Erinnerns.

Ergebnisse des Projektes

  • Digitale Ausstellung „Spuren sammeln – Erinnerungen zeigen“. Den Link zur Ausstellung finden Sie hier.
  • Die Abschlussdokumentation finden Sie hier.

Partner des Projektes

Projektlaufzeit

1. Juni 2021 – 1. Juli 2022

Ansprechpartnerin in der Akademie ist Vlada Safraider.

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